der die das Fremde

der/die/das Fremde
2018

This collage series for der/die/das Fremde originated from a fascination for the moon. I recently read an article about the back of the moon and that made me think. We don’t seem to know exactly what is on this backside and aren’t able to see it from Earth. We experience the moon almost every day, but only from one side. The moon orbits the earth within about 29.5 days – but it also turns around its own axis at the same time, in the same direction and speed. This is why the same of the moon is always shown to the earth. For us Earthlings, only one half of the moon is visible. So for us there is a bright (visible) and a dark (invisible) side of the moon.

We now know by means of technique what this side looks like. In 1959, the Soviet lunar probe Lunik 3 delivered the first grainy images from the back of the moon. The use of modern explorers has greatly improved image quality since then, and NASA released a high-resolution photo of the lunar back in 2010. In addition, on January 3, 2019 for the first time, a Chinese Chang’e-4 spacecraft landed on the backside of the moon. China plans to have a lunar base, a manned space station, and a Mars vehicle in the future. The exact intentions of China are not clear.

Despite technical developments, progression and expansion of our knowledge, ‘The dark side of the moon’ is the subject of numerous theories and supposed secrets about this side. The analysis of moon photos is also being questioned.

The moon always had a mysterious and of course unreachable effect on me. I also find the moon interesting because it affects various natural processes on earth, such as the tides and the quality of our harvest. In addition, the moon also has a stabilizing effect on the earth. After watching the lunar eclipse live in 2018, I realized that the role of the moon is not as ‘invisible’ as we think.

This has raised the following questions: How well do we know our cosmos, our origin and ourselves? What happens when fundamental processes in life change, become destroyed, or are being influenced by others? We like to hide ourselves behind our comfortable daily lives and often have no time or desire to really think about important and fundamental issues that affect our knowledge of us as a human being? In how far are we strangers to ourselves?

der/die/das Fremde
2018

Diese Collageserie für der/die/das Fremde ist entstanden aus einer Faszination für den Mond. Ich habe neulich ein Artikel gelesen über die Rückseite des Monds und das hat mich zum nachdenken gebracht. Wir wissen anscheinend nicht, was sich genau auf dieser Rückseite befindet und können ihn von der Erde aus auch nicht sehen. Wir erleben den Mond fast täglich, aber nur von einer Seite. Der Mond umkreist innerhalb von etwa 29,5 Tagen die Erde – er dreht sich aber auch gleichzeitig um seine eigene Achse, in derselben Richtung und Geschwindigkeit. Er zeigt damit immer dieselbe Seite zur Erde. Für uns Erdlinge ist immer nur eine Hälfte des Mondes sichtbar. Es gibt für uns also eine helle (sichtbare) und eine dunkle (unsichtbare) Seite des Monds.

Wir wissen mittlerweile mithilfe der Technik wie diese Seite aussieht. In 1959 wurden von der sowjetische Mondsonde Lunik 3 erste körnige Bilder geliefert von der Rückseite des Mondes. Durch den Einsatz moderner Sonden hat sich die Bildqualität seitdem stark verbessert und NASA hat in 2010 ein hochauflösendes Foto des Mondrückseites veröffentlicht. Außerdem landete am 3. Januar 2019 mit der chinesischen Chang’e-4 erstmals eine Raumsonde auf der Mondrückseite. China plant im Zukunft ein Stützpunkt auf dem Mond, eine bemannte Raumstation und ein Mars-Fahrzeug. Was China damit genau für Absichten hat ist nicht klar.

‚The dark side of the moon’ ist trotz technische Entwicklungen, Vorschritte und Erweiterung unseres Wissens Gegenstand zahlreiche Theorien über vermeintlichen Geheimnisse der Nachtseite des Mondes. Auch die Auswertung von Mondfotos wird angezweifelt.

Auf mich hat der Mond schon immer eine mysteriöse und selbstverständlich unerreichbare Auswirkung gehabt. Interessant finde ich auch der Mond als Beeinflusser verschiedene natürliche Prozesse auf der Erde, wie zum Beispiel die Gezeiten und die Ernte. Außerdem hat er wegen seiner Größe eine stabilisierende Wirkung auf der Erde. Nachdem ich mich in 2018 die Mondfinsternis live angeschaut habe, realisierte ich mich, dass der Rolle des Monds gar nicht so ‚unsichtbar’ ist als wir denken.

Dies hat folgende Fragen aufgeworfen: Wie gut kennen wir unser Kosmos, unser Herkunft und uns selbst? Was passiert, wenn grundlegende Lebensprozesse sich verändern, zerstört werden, oder beeinflusst von Dritte? Gerne verstecken wir uns hinter Bequemlichkeiten im täglichen Leben und haben oft keine Zeit oder Lust uns wirklich mal Gedanken zu machen über wichtige und grundlegende Themen die unser Wissen über uns als Mensch beeinflussen? In wie weit sind wir damit Fremden für uns selbst?